Archiv der Kategorie: Gedanken

Bin wieder da

Je dunkler die Jahreszeit, desto dichter meine Gedanken.

Die Suche nach verwandten Seelen  habe ich aufgegeben und bin immer mehr „ICH“.

Je jünger ich werde, desto klarer sehe ich die Sinnlosigkeit vieler im Grunde positiver Bestreben, die Welt ein klein wenig zu verbessern, Menschen gedanklich zu erreichen und was auch immer…

Man tut, will etwas aus seinem Leben machen, möchte lieben und geliebt werden, hat Ziele und Träume… kämpft mit sich und der Welt um eines Tages die Früchte seiner Anstrengungen ernten zu können…

Nur der Tag kommt nie …

Die Menschheit ist ein Sammelbecken verschiedener Existenzen, die wie kleine Fische am Hacken hängen und es nicht bemerken…

Die Illusion des Lebens ist nichts weiter als der immer währende Versuch sich von diesem Hacken zu befreien… wobei man ihn bei jeder Bewegung tiefer ins Fleisch stößt.

Entfremdung

Verliebt, Verlobt, verheiratet und dann irgendwann, na ja, jeder im eigenen Universum.

Diejenigen die trotz allem zusammen bleiben werden durch die Wohltat der Gewohnheit belohnt.

Manchmal ist die Gewohnheit stärker als die Liebe…

Leider hat nicht jeder das Glück die Liebe zu treffen und zu leben. Viele von uns leben alleine, fühlen sich aber trotzdem nicht einsam. Viel schlimmer ist es zu zweit alleine zu sein…

Insomnia

Es ist eine kaum bemerkbare innere Unruhe, die mich nicht schlafen lässt. Das Gefühl der Ewigkeit ein bisschen mehr Zeit stehlen zu können. Ich liebe diese Geisterstunden in denen ich meine Gedanken ganz klar erkenne und diese auch niederschreiben kann.

Warum schreibe ich eigentlich diesen Blog ?

Weil ich trotz vieler Menschen die ich kenne und liebe, eine seelische Einsamkeit fühle. Ich bin ein guter Zuhörer und ich mache es auch gerne, weil ich sehe dass sich die Menschen danach besser fühlen. Mit wenigen kann ich mich auch sehr gut über Gott und die Welt austauschen. Es  fehlt aber etwas.

Und so sitze ich jetzt in meiner kleinen Küche, der einzig verbliebenen Raucherzone in meiner Wohnung. Es ist 03.53 Uhr, im Hintergrund läuft irgendein Film und ich fühle mich nicht mehr so allein.

Guten Morgen Frankfurt.

 

 

Morgens um 6.00

Die schönste Zeit für einen Spaziergang ist während die Stadt noch schläft.

Die Bäckerei gegenüber, öffnet langsam ihre Porten und die Strasse riecht nach frisch gebackenem Brot.

Tief in eigenen Gedanken versunken, eilen Menschen zu ihrem Arbeitsplatz. Was bringt ihnen wohl dieser neue Tag? Manchen Freude und manchen unermessliches Leid.

Die Straßen werden gekehrt und für den Tag schön gemacht.

Und was mache ich?

Ich gehe zum ersten offenen Kiosk und hole mir Zigaretten.

Schlimm.